In der Fleischerei Nötsch in Puchberg ist der Seydelmann-Kutter im...
10.09.2009
Reparaturen? Ein Fremdwort!
Von Irene Stelzmüller
Seine Sporen verdiente er sich in seinem eigenen Fleischerfachgeschäft in Pernitz. „Das Fleischerfachgeschäft befindet sich direkt neben dem Billa – und ich kann mir keinen besseren Standort wünschen. Heute wird der Betrieb als Filiale von vier Fachverkäuferinnen und einem Lehrmädchen geführt“, erklärt Nötsch. In der Nötsch GmbH wird alles selbst gemacht. „Ja, wirklich alles! Vom Tiertransport zur Schlachtung bis zur Rohwurst, und dies wissen auch unsere Kunden zu schätzen“, freut sich Martin Nötsch. Der Fleischer ist Mitglied beim AMA-Gütesiegelprogramm Fleisch und Schneebergland Schwein – alles kommt aus der Region mit Herkunftsnachweis.
„Seydelmann-Virus“
Zu den beliebtesten Wurstspezialitäten zählen die Brat- beziehungsweise Hauswürste, weiters die Blunzen und während der Grillsaison die Käsekrainer. Diese werden wie alle anderen Koch- und Rohwürste nunmehr mit dem Seydelmann Kutter K75AC8 gefertigt. „Auf der Frankfurter Fachmesse ist es passiert: Stefan Strasser infizierte mich mit dem Seydelmann-Kuttervirus, und nach einigen Verhandlungen um den Preis möchte ich heute keinen anderen mehr. Ich habe die Kuttergröße sogar von 100 auf 75 Liter reduziert. Ich kann damit schneller arbeiten (die Umrechnung Zeit-Menge macht den Unterschied) und der Stromverbrauch wird dadurch zusätzlich reduziert. Das kompakte und mit glattem Nirosta ausgeführte Gehäuse ist einfach zu reinigen. Andererseits ist die Elektrosteuerung, die erschütterungsgefährdet ist, nicht direkt im Kutter eingebaut, was die Störanfälligkeit auf null senkt“, sagt Martin Nötsch.
Der Kutter ist bei Nötsch fünf Tage die Woche von fünf Uhr in der Früh bis mittags im Einsatz. „Bei unserem alten Kutter musste man den Messerabstand zur Schüsselwand einstellen, was sehr kompliziert war und viel Maßarbeit erforderte. Bei dem modernen Kutter ist dies nicht mehr notwendig, weil die Messer nur noch auf der Längsseite schneiden“, erklärt Nötsch einen weiteren Vorteil. Ebenfalls einfach auszubauen, sind die Messer, was die Reinigung erleichtert. „Einen Messerschliff mache ich immer selber, und den folgenden macht für mich die Firma Strasser, damit alle Messerpaare gleich gewuchtet sind. Gäbe es eine Unwucht, würde dies bei 6.000 Umdrehungen pro Minute einen Höllenlärm verursachen“, sagt Nötsch.
Das Wort „Reparaturen“ ist für Martin Nötsch ein Fremdwort. „Gleich auf Holz klopfen, der Seydelmann-Kutter arbeitet ohne Ausfälle. Und sollte einmal eine Schraube kaputt gehen, verfügt die Firma Strasser über einen kompetenten Servicedienst, der telefonisch mit Rat und Tat zur Seite steht und prompt mit Eilpost die Ersatzteile schickt, beziehungsweise einen Servicemann entsendet“, weiß Nötsch.





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