Die Fleischerei Hutegger hat ihr Geschäft mustergültg erneuert
09.09.2009
Luxus im Gasteinertal
Von Stefan Köstenbauer
Seit einem knappen halben Jahrhundert – um genau zu sein seit 53 Jahren – gibt es die Fleischerei Hutegger in Bad Hofgastein. „Meine Eltern haben den Betrieb und das Geschäft, wie damals eben üblich, eigentlich aus dem Nichts mit viel Mühe und unendlichem Fleiß aufgebaut“, erzählt Herbert Hutegger, der den Betrieb in zweiter Generation führt.
Sein Weg in den Betrieb führte über einen kleinen Umweg – die Handelsschule. Die solide kaufmännische Ausbildung hinderte ihn aber nicht daran, immer im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten. Es folgten Gesellen- und Meisterprüfung und, nach dem frühen Tod des Vaters, die Übernahme des Betriebs im Jahr 1986. Hutegger: „Leider ist es sich nie ausgegangen, dass ich auch in anderen Betrieben Erfahrung sammeln konnte. Das hätte ich wirklich gerne gemacht, aber diese Chance wird der Junior wahrnehmen.“ Der Junior, das ist Hannes Hutegger. Und dieser tritt, was die Ausbildung anbelangt, kräftig in die Fußstapfen des Vaters. Er hat die Handelsakademie absolviert und stellt seit Jahresanfang seinen Mann im Unternehmen, in dem insgesamt 12 Mitarbeiter beschäftigt sind. Ob sich die beiden jüngeren Kinder – Sabine (17) absolviert ein Praktikum in Meran und Robert (14) beginnt im Herbst die 5-jährige Hotelfachschule – auch in den Betrieb hineinwachsen, lassen die Eltern offen.
Trotz des hohen Alters ist Huteggers Mutter Ludmilla mit 85 Jahren noch immer voll mit dabei. „Sie ist die Seele des Geschäfts und seit 65 Jahren im Betrieb. Wenn einmal weniger los ist, ist ihr das gar nicht recht. Sie lebt richtig auf, wenn sich bei uns was tut“, erzählt Silvia Hutegger über ihre Schwiegermutter.
Einkaufserlebnis
Das sich zu wenig tut, ist zurzeit kaum der Fall. Mit der kompletten Umgestaltung des Verkaufsgeschäfts und der Eröffnung vor zwei Wochen hatte jeder alle Hände voll zu tun. „Die alte Theke hat 30 Jahre lang beste Dienste geleistet. Außen war sie noch top in Schuss, aber die Generalüberholung des Innenlebens hätte sich nicht mehr rentiert. Also haben wir uns zu einem Totalumbau entschlossen“, erzählt Herbert Hutegger. Die Wahl fiel dabei auf Ladenbauer Aichinger und Planer Ing. Andreas Raab, dem die Huteggers reichlich Lob spenden: „Es war ein sehr enger, bis ins letzte ausgetüftelter Zeitplan und durch die hervorragende Koordination hat er auch gehalten, sodass wir in nur zwei Wochen einen neuen Laden bekommen haben.“
Die nächste Generation hatte dabei schon etwas mitzuentscheiden: „Wir hätten das klassische Thekendesign mit runden Scheiben bevorzugt, aber unser Sohn hat gemeint, wenn wir schon neu bauen, dann muss es auch modern sein. Letztendlich hat er uns überzeugen können“, schmunzelt Mutter Silvia heute über den Prozess der Entscheidungsfindung. Damit ist die Fleischerei Hutegger das erste Fleischerfachgeschäft Österreichs, in dem der neue Thekenaufsatz „ARTline“ von Aichinger steht.
„ARTline“
Der neue Thekenaufsatz von Aichinger besticht durch seine klare Formensprache und das eckige Design. Der Glasaufsatz „ARTline“ kommt ganz ohne Stützen aus und ermöglicht freie Blicke auf alle Spezialitäten.
Der Glasaufsatz kann zur Reinigung nach vorne gekippt werden und ermöglicht so eine optimale Hygiene. ARTline kann und leistet aber noch mehr: Durch einfach wechselbare Frontdekore sind der Gestaltung keine Grenzen gesetzt – so kann das Ladengeschäft im Lauf der Jahre mit neuen Akzenten glänzen, ohne dass dafür viel Geld investiert werden muss. „ARTline“ passt als Thekenaufsatz auf alle Aichingertheken, kann also auf Sirius, Gourmet und Versio aufgesetzt werden.
Ein Blickfang ist auch die Stirnseite des Geschäftslokals: Mit einem Formatfüllenden Foto (auch diese Idee stammt von Junior Hannes) demonstriert man „die Verbundenheit mit der Region und unterstreicht den touristischen Bezug“. Und was liegt in der Theke? Feinstes Rinds-, Schweine- und Kalbsfleisch, herrlicher Speck, eine feine Auswahl an Wurstwaren und natürlich frische Salate und Käse in perfekter Präsentation. „Mit der neuen Theke haben wir auch von Niro auf Kunststofftassen umgestellt. Damit haben wir eine wesentlich dichtere Belegung und mehr Vielfalt“, freut sich Chefin Silvia. Freude hat auch Ludmilla Hutegger: „Auch wenn es sehr modern ist – mir gefällt’s!“ Diese Freude hat sich auch auf die Kunden übertragen, denn die Begeisterung stand allen, die in der Zeit des Besuchs bei Hutegger einkauften, ins Gesicht geschrieben.
Feinste Spezialitäten
Denn nicht nur optisch glänzt das Fachgeschäft. Auch die dargebotenen Spezialitäten sind vom Feinsten. Hutegger schlachtet noch selbst und die Fleischqualität sucht ihresgleichen. „Ich fahre persönlich zu den Bauern und habe jedes Rind und jedes Schwein, das ich schlachte, selbst gesehen. Die Tiere werden montags angeliefert, haben einen Tag bei mir im Stall und werden am Dienstagmorgen stressfrei geschlachtet. Das ergibt einfach eine 1-A-Qualität“, berichtet Hutegger. Bei diesem Ausgangsmaterial ist es kein Wunder, dass die diversen Spezialitäten hervorragend munden: „Wir haben uns seit jeher der Topqualität verschrieben. Ein Problem ist aber, dass die jungen Hausfrauen viel zu oft nicht mehr richtig kochen können und daher die gebotene Qualität nicht mehr wirklich zu schätzen wissen. Ich denke aber, dass die Trendwende sehr bald wieder kommt, weil die Leute wieder spürbar mehr selbst kochen“, meint Silvia Hutegger. Mit dem Großkundengeschäft ist man mehr als zufrieden. „Wir sind bestens in der regionalen Gastronomie verankert, die unsere Ware wegen der hohen Qualität kauft und diese auch verlangt. Über den Preis reden wir gar nicht“, freut sich Hutegger
BONUS-Fleischer
Zeitgleich mit der Geschäftseröffnung fiel auch der Startschuss für den Auftritt als BONUS-Fleischer. „Wir haben mit Karl Wegschaider sehr eingehende Gespräche geführt, und er hat uns von den Vorzügen einer Mitgliedschaft überzeugt. Ausschlaggebend waren die Einkaufsvorteile, die sich durch die Gruppenmitgliedschaft ergeben. Was die Arbeit mit der Kundenkarte anbelangt, war das Echo des ersten Vormittags äußerst positiv. Wie sich die weiteren Aktivitäten und die Werbung auf das Geschäft auswirken, können wir in einem Jahr dann sagen“, meint Silvia Hutegger.




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