09.09.2009
Schlachtplus in Australien
Allein im Juni übertraf das Angebot den gleichen Monat 2008 um 24%, obwohl die Preise für weibliche Schlachtrinder um 7% sanken. Bei Milchauszahlungspreisen von umgerechnet 15 Cent je Liter reduzieren die Farmer ihre Herden jedoch lieber. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Victoria, auf den zwei Drittel der australischen Milcherzeugung entfallen. Dort liegt die Produktion seit Februar 2009 unter der Vorjahreslinie. Insgesamt ist das australische Milchaufkommen von Juli 2008 bis Ende Mai 2009 allerdings um 2,1% auf knapp 8,8 Mrd. Liter gestiegen.
Klimawandel
Doch nicht nur die Schwäche des Weltmilchmarktes, sondern auch die langfristige Wettervorhersage macht den australischen Farmern zurzeit wenig Freude. Nach Einschätzung des meteorologischen Amtes dürfte das zweite Semester ein El-Nino-Wetterphänomen bringen. Diese in ziemlich regelmäßigen Abständen auftretende Großwetterlage bedeutet für weite Teile Australiens in den meisten Fällen Trockenheit. Das wäre für die Milcherzeuger ein zusätzlicher Schlag, denn die Bewässerungswirtschaft ist in vielen Regionen wegen Feuchtigkeitsmangels schon jetzt nur eingeschränkt möglich.



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